Freitag, 6. Oktober 2017
Demokratie und Waffenrecht
Passt das zusammen, eine moderne Demokratie, und das Individualrecht, Waffen zu tragen? Die Befürworter stärkerer Waffenkontrolle haben die besseren Argumente -- aber die Verteidiger des Individualrechts haben die Waffen. Muss man noch mehr sagen?

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die Vereinbarkeit
Die Demokratie und das Recht, Schusswaffen zu besitzen, sind miteinander vereinbar.

Ob das zweckmäßig oder vorteilhaft ist, kommt auf die Umstände an, vielmehr kommt es auf die Bedrohungslage an.

In den Vereinigten Staaten ist es seit mehr als 100 Jahren üblich, Schusswaffen zu besitzen. Es gab dort immer - speziell auf dem Land - einsame Gehöfte und eine Anzahl Banditen - welche Leib und Leben der Farmer bedroht haben. Da war die Schrotflinte hinter der Tür die Lebensversicherung.

In Europa haben die Behörden den privaten Besitz von Schusswaffen zurückgedrängt. Der Selbstschutz des Bürgers spielt keine Rolle, weil die Polizei dafür sorgt, dass die Banditen unterdrückt werden. Die Sicherheitslage ist noch im Grünen Bereich.

Das Argument: Wenn wenig Schusswaffen im Besitz der Bürger sind, ist die Unfallgefahr geringer. Der spontane Gebrauch von Schusswaffen ist nicht möglich, wenn keine solchen Waffen greifbar sind.

Das Gegenargument: Es können durch das Waffenverbot - Verbrechen nicht verhindert werden, weil sich die Gesetzlosen nicht an die Verbote halten. Die Verbrecher besorgen sich die Waffen auf dem Schwarzmarkt und nicht beim Waffenhändler.

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Im Diskurs, und danach
Das Wesen der Demokratie ist, politische Entscheidungen im breiten Diskurs zu treffen, um sie mehrheitsfähig zu machen. Im Diskurs zählen Argumente, Gegenargumente, Meinungen, Empfindungen, Tatsachen, Statistiken, individuelle Bewertungen -- nicht aber Waffengewalt.

Ein früherer Gesprächspartner äußerte mal in einer Diskussion sinngemäß: "Das ist meine Meinung, und ich bin bereit, sie mit der Waffe zu verteidigen."

Der Diskurs endet mit der Androhung von Gewalt.

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