Samstag, 7. Oktober 2017
Wählerwanderung
Bei der letzten Bundestagswahl haben die beiden Unionen heftige Verluste erlitten. Analysen der Wählerwanderung zeigen: etwa zu gleichen Teilen Richtung AfD und FDP. Wenn die CSU nun fordert, die "rechte Flanke" zu schließen, adressiert sie nur die Hälfte dieser Verluste und zeigt, dass sie das Problem verkannt hat. Eine Abwanderung sowohl nach rechts als auch zur Mitte hin deutet weniger auf eine "offene rechte Flanke", als vielmehr auf ein unscharfes Profil.

"Rechte" Wähler dürften gedacht haben, Seehofer kriegt seine Obergrenze nicht durch. Wähler der Mitte dürften gedacht haben, Merkel kann sich (ohne liberale Koalitionspartner, im Plural) nicht gegen die Obergrenze durchsetzen. Deswegen haben beide ihr Kreuz anderswo gemacht.

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